Sängerschaft Frankonia-Brunonia

Vorurteile

Getreu dem Motto: "Wer sich verteidigt klagt sich an" fallen wir uns hier mal selbst in den Rücken.

Wir finden es wichtig, zu vielen Vorurteilen nicht einfach keine Aussage zu treffen, sondern möchten für unsere Verbindung einige Dinge darlegen.

 

Wir sind eine der vielen Studentenverbindungen, die sich an den Universitäten in Deutschland tummeln. Das große Problem, mit dem alle Verbindungen in der Öffentlichkeit zu kämpfen haben, sind die allgemein vorherrschenden Vorurteile, die hauptsächlich durch die Presse gefördert werden. Wir wollen hier versuchen, mit den bekannten Vorurteilen zumindest für unseren eigenen Bund ein wenig aufzuräumen.

Tradition

Es sicherlich richtig, dass wir uns aus der Tradition aufgebaut haben und diese weiterhin leben und aufrechterhalten. Zum Beispiel im Form der Veranstaltungen, die während des Semesters laufen. Das soll aber nicht heißen, dass wir ein überholter und antiquierter Verein sind. Genau betrachtet ist das auch gar nicht möglich, da wir von und vor allem mit den Ideen und Lebenseinstellungen der Aktiven, also den studierenden Mitgliedern leben.

Jeder neue Hausbewohner bringt neue Ideen und Vorstellungen mit, die das Leben auf unserem Haus und in unserer Verbindung erweitern. Und das hat Tradition!

politisch "Rechts" & Ausländer

Das Argument der verallgemeinerten politisch rechten Einstellung von Verbindungen ist in unserem Bund nicht zu finden. Der Rückschluss von der Aufrechterhaltung der Tradition auf eine politisch rechte Haltung ist vollkommen aus der Luft geholt.

Wir sind das, was man oft als politisch liberal bezeichnet. Das heißt bei uns auf dem Haus und im Bund ist nahezu jede politische Einstellung vorhanden, mit Ausnahme von politisch extremen oder auch radikalen Meinungen. Leute mit radikalen Einstellungen sind bei uns vollkommen fehl am Platze.

Damit einhergehend ist auch der an Verbindungen geknüpfte Fremdenhass nicht existent. Eine ablehnende Haltung gegenüber von Ausländern ist mit einer liberal politischen Haltung nicht vereinbar. Daher ist es für uns auch vollkommen selbstverständlich, dass ausländische Mitbürger in unserem Bund Mitglied sind.

Allerdings sollte in diesem Zusammenhang auch sagt werden, dass es unter den Studentenverbindungen immer wieder "Schwarze Schafe" gibt, die leider andere politische Einstellungen vertreten.

Frauenfeindlichkeit

Auch der Punkt der Frauenfeindlichkeit kann auf unserem Hause nicht nachvollzogen werden. Es ist stimmt, dass Frauen bei uns nicht Mitglieder werden können, genauso wie bei anderen Männerbünden, die mit Studentenverbindungen nichts zu tun haben - ebenso gibt es Frauen-Vereine die keine Männer aufnehmen.

Dass nur Männer aufgenommen werden schließt aber noch lange nicht ein, dass die Damen bei uns nichts zu suchen haben. Im täglichen Leben sind Frauen bei uns allgegenwärtig, nicht nur daher, dass einige Frauen bei uns auf dem Haus wohnen. Auch bei nahezu allen Veranstaltungen ist eine gemischte Runde vorzufinden, und dass die Damen immer wieder gerne zu uns zurückkommen ist uns wichtig.

Saufen

Ein weiterer negativer Aspekt gegenüber Studentenverbindungen ist das angeblich tägliche Saufen. Es wird bei uns ganz sicher nicht mehr oder öfter getrunken, als dies bei einem normalen abendlichen Kneipenbesuch oder dem gemütlichen Zusammensitzen in einer WG der Fall ist. Für uns ist es selbstverständlich (und notwendig), dass unser Getränkevorrat auch gut mit antialkoholischen Getränken bestückt ist.

Fechten bis auf's Blut

Bleibt nun noch das Vorurteil des studentischen Fechtens, auch als Schlagen bekannt. Zum Einen ist zu sagen, dass das studentische Fechten ein Teil der Tradition von Studentenverbindungen darstellt. Dagegen muss aber gehalten werden, dass es mittlerweile viele Verbindungen gibt, die entweder nur noch fakultativ, also freiwillig, oder überhaupt nicht mehr schlagen. Wir zählen zu der Sorte, die fakultativ schlagend sind. Das heißt, dass jeder der gerne das Fechten lernen möchte, von uns auch die Möglichkeit dazu bekommt. Allerdings wird bei uns das Erlernen und Ausüben des studentischen Fechtens seit Jahren nicht mehr praktiziert.

Wir setzen mehr auf das musische Prinzip, jeder der bei uns aktiv wird nimmt an unserem Chor teil.

Wir hoffen, damit viele Vorurteile zumindest für unsere Verbindung entkräftet zu haben. Die meisten Punkte treffen so auch auf sehr viele andere Verbindungen zu.

Für weitere Fragen stehen wir natürlich gerne zu Verfügung: eMail info@frankonia-brunonia.de

Alle sind herzlich auf unser Haus eingeladen, um sich selbst von dem hier Geschriebenen zu überzeugen.

Zimmer frei!