Zeittafel der S! Frankonia-Brunonia
| 24.02.1893 | Gründung des Akademischen Maschinen-Ingenieur-Verein Braunschweig (AMIV) |
| 1902 | Gründung des farbentragenden Turn- uns Sportvereins Frankonia |
| 1909/10 | Umbenennung des AMIV in den nicht farbentragenden "Akad. Ingenieur-Verein Kette" (AIV Kette) |
| 1919 | Wiedereröffnung beider Vereine nach dem 1. Weltkrieg. Der "AIV Kette" nennt sich nun "AIV Brunonia" |
| 1920 | der AIV Brunonia wird in den Braunschweiger Waffenring aufgenommen und wird farbentragend |
| 1922 | Übersiedlung des TSV Frankonia nach Braunschweig und Umbenennung in die "Freie Landsmannschaft Frankonia" |
| 1924 | Annahme des Sängergrundsatzes des nun zur Sängerschaft gewordenen AIV Brunonia |
| 1925 | Aufnahme der S! Brunonia in die Deutsche Sängerschaft |
| 1931 | Vereinigung beider Verbindungen zur "Sängerschaft Frankonia-Brunonia" |
| 1935 | Verbot des Bundes auf Anweisung der Gestapo |
| 1951 | Wiedereröffnung der S! Frankonia-Brunonia nach dem 2. Weltkrieg |
| 1953 | Abschluß eines Freundschaftsvertrages mit der S! Normannia Danzig |
| 1961 | Einweihung des Hauses in der Pockelsstraße |
| 1967 | Erneuerung des Freundschaftsvertrages mit der S! Normannia Danzig und Einführung des Normannenbandes als Chargenband |
| 1816 | Gründung eines Gesangvereins innerhalb der Jenaischen Burschenschaft durch ehemalige Angehörige des Freikorps Lützow. |
| 1817 | Herausgabe einer Sammlung vierstimmiger deutscher Burschenlieder in Jena. |
| 1818 | Gründung der "Sing-Gesellschaft der Studenten" in Zürich (rekonstituiert 1831 als STGV). |
| 1819 | 25. Oktober: Gründung des USV zu St. Pauli in Leipzig (offizieller Stiftungstag: 4. Juli 1822). |
| 1822 | 15. Juni: Gründung des AMV Breslau (seit 1824 ALT, jetzt Leopoldina). |
| 1828 | 21. März: Gründung des AGV Jena jetzt Sängerschaft zu St. Pauli), Gründung des STGV Basel (rekonst. 1855, susp. 1900). |
| 1842 | 14. April: Gründung der ALT Nibelungen in Innsbruck (susp. 1846). |
| 1849 | 12. Mai: Gründung des AGV Arion-Leipzig. |
| 1851 | Gründung des PGV Dresden (1861 in Erato aufgegangen). |
| 1858 | 14. Oktober: Gründung des AGV Wien (später Ghibellinen). |
| 1861 | 16. Mai: Gründung der Erato-Dresden. |
| 1863 | 25. Januar: Gründung des AGV Graz (jetzt Gothia), 15. Februar: des AGV Innsbruck (jetzt Skalden). |
| 1865 | 22./25. Juli: 1. Deutsches Sängerbundesfest in Dresden, an dem die meisten akad. Gesangvereine teilnehmen; Versuch des USV zu St. Pauli Leipzig, einen Bund der akad. Männergesangvereine zu gründen, gescheitert. |
| 1866 | 12. Februar: Gründung des ALK Stuttgart (jetzt AL Schwaben); 27. April: des STGV Fridericiana Halle. |
| 1867 | 3. Mai: Gründung des AGV Berlin (jetzt Germania); Es folgen in den nächsten Jahren viele Neugründungen und Kartell-Zusammenschlüsse, bis es dann endlich zu einem festeren Verband kommt. |
| 1895 | Febr.: Erstmaliges Erscheinen der "Akademischen Sängerzeitung" (ASZ). |
| 1896 | 5. Juli: Anläßlich des 35. Stiftungsfestes der Erato Vertreterversammlung in Dresden, Gründung des "Deutsch-akademischen Sängerbundes" (DASB). |
| 1898 | 1./4. Juni: 1. Bundesfest des DASB in Dresden. |
| 1900 | 15. Juni: Bundestag. Vollcouleur, eigene leichte und schwere Waffen verlangt; 15. Dezember: Vertreter-Versammlung des DASB in Hannover; Änderung des Namens in' "Meißener Chargierten Convent" (MCC). |
| 1901 | 5. Dezember: Gründung des "Chargierten Convents, Verbandes der farbentragenden akademischen Gesangvereine" in Berlin. Unbedingte Satisfaktion, Couleur, Verbot der Besprechungsmensur, kein Zwang zur Einführung eigener Waffen, jeder Verein nur eine Stimme, Aktivitätszwang. Der CC umfaßt 16 Vereine. Die ASZ wird Organ des CC. |
| 1902 | 23./24. Mai: CC in Weimar. Einführung der Bezeichnung "Sängerschaft", die in der Folgezeit alle Vereine annehmen. Der Verband erhält den Namen "CC, Verband farbentragender Sängerschaften". |
| 1903 | 17./19. Juni: 2. Bundesfest in Weimar. |
| 1905 | 16. Februar: Gründung des Gesamt-Altherren-Verbandes des CC. |
| 1906 | 13./15. Juni: 3. Bundesfest in Weimar, das zum Vorort gewählt wird.; Namensänderung: "Weimarer CC". |
| 1910 | 19./21. Mai: 4. Bundesfest in Weimar |
| 1913 | 10./12. Juni: 5. Bundesfest in Weimar. - Herbst: Gründung eines Altherren-Verbandes der österreichischen Sängerschaften in Salzburg. |
| 1919 | 30. Juli: Wiederbegründung des Verbandes nach dem Kriege: "Weimarer Verband deutscher Sängerschaften". Mutterkorporationsprinzip, Besprechungsmensur gestattet, Bestimmungsmensur verboten, Stimmenverhältnis nach der Mitgliederzahl der Sängerschaften geregelt, Auflösung aller Kartellverbände.; Zahlreiche Neugründungen.; 12. Oktober: Gründung des "Verbandes alter Sängerschafter in Weimar e.V." (VAS). |
| 1920/21 | Wiederanschluß der ostmärkischen, nunmehr österreichischen Sän-gerschaften. |
| 1921 | 30. November: Die DS tritt dem Erlanger Verbändeabkommen bei; 18. Dezember: Ernennung Hindenburgs und Ludendorffs zu Ehrenmitgliedern der DS. |
| 1922 | 8./10. Juni: BT in Weimar. Änderung des Namens in "Deutsche Sängerschaft (Weim. CC)". Bestimmungsmensur gestattet, desgl. Kartellverbände.; 11. November: Die DS tritt dem Allgemeinen Deutschen Waffenring bei und übernimmt den Vorsitz. |
| 1923 | Die DS erklärt ihren Beitritt zum Deutschen Sängerbund. |
| 1924 | 23./26. August: 9. Deutsches Sängerbundesfest in Hannover, an dem sämtli-che Sängerschaften durch Chargierte vertreten sind. |
| 1925 | 25. Januar: 1. Reichskonzert der DS anläßlich ihrer Reichsgründungsfeier in Berlin. Diese Reichskonzerte fanden ab 1925 anläßlich der Reichsgründungskommerse (um den 18. 1.) jährlich bis 1933 statt. Um das Zustandekommen sowie den glänzenden Ablauf dieser Konzerte hatte sich ihr umsichtiger und feinsinniger Dirigent Vbr. Dr. Wilhelm von Quillfeldt (Got, Thur, PL, Germ-Bln) im hohen Grade verdient gemacht. In den letzten Jahren führte bei den Reichskonzerten der weit über Deutschlands Grenzen bekannte und geschätzte Vbr. Dr. Helmuth Thierfelder (PL, Germ-Bln) zuletzt Dirigent des Niedersächsischen Landesorchesters in Hannover, den Dirigentenstab. Beider Können fand den uneingeschränkten Beifall der gesamten damaligen Presse jeglicher Schattierung; 3./4. Juni: 6. Bundesfest in Weimar. |
| 1928 | Erstmalige Herausgabe des Handbuches der DS; 19./22. Juli: 10. Deutsches Sängerbundesfest in Wien, an dem über 1000 Sängerschafter teilnehmen. |
| 1934 | Erste politische Schwierigkeiten für die Sängerschaften durch das NS-Regime. |
| 1935 | Am 20.10.1935 wird auf der Tagung der DS in Leipzig die Auflösung des Verbandes beschlossen. |
| 1936 | Offizielle Auflösung am 30.10.1936 in Hannover. |
| 1950 | Auf dem 1. Treffen alter Sängerschafter nach dem Kriege in Hannover am 11./12. Nov. 1950 wird die Wiedergründung der DS beschlossen; Als Erster Vorsitzender des "Verbandes Alter Sängerschafter (VAS)" wird Vbr. Dr. med. Univ.-Prof. Reinhold Lorenz (Skald, Sax-Thur, Hols) gewählt. |
| 1951 | Wiederbegründung in Hannover. Erster ST in Goslar (seitdem findet jährlich ein "ST" als Arbeitstagung mit wechselndem Standort statt, der jedes zweite Jahr zu Himmelfahrt als "DS-Fest" begangen wird). |
| 1956 | Erste "Gesamtdeutsche Tagung" vom 27. bis 29. Januar in Berlin. (Diese GDT findet jetzt jedes Jahr in der ersten Januarwoche zusammen mit den Landsmannschaften und Turnerschaften des "Coburger Conventes" in Berlin statt.) |
Sängerschaft Normannia Danzig
Die Gründung erfolgte ein Jahr nach Gründung der "Königlich Technischen Hochschule Danzig" durch zwei Eratonen aus Dresden und einem Barden aus Bonn am 5.7.1905. Die Farben, weiß-grün-schwarz-weiß mit grünen Tuchmützen, setzten sich in bezug auf die Gründungsburschen aus den Farben des ehemaligen Königreiches Sachsen und den Farben Preußens zusammen. Ihr Wahrspruch lautet "Dem Lied zur Ehr', dem Feind zur Wehr".
Im Ersten Weltkrieg verloren die Normannen fünf Bundesbrüder. Auch ein unbeschwertes Leben war nun nicht mehr möglich, da die Polen ihre Einflüsse in Danzig geltend machten. Nun hatten die Verbindungen mit deutschen korporativen Gedanken starken Zulauf.
1929/30 hatte die Normannia den Vorsitz in der Deutschen Sängerschaft. 1932 zählten die Normannen 113 Mitglieder, davon 80 AH², 33 Burschen und vier Füxe. 1933 erfolgte gezwungenermaßen dir Umwandlung in eine nationalsozialistische Kameradschaft, die sich jedoch nicht entwickeln konnte.
Nach Kriegsende trafen die Normannen sich das erste Mal wieder bei Bbr. Berlin in Hamburg. Der Traum einer neuen Aktivitas ließ sich nicht verwirklichen. So wurde am 7.6.1953 ein Freundschaftsvertrag mit der S! Frankonia-Brunonia geschlossen.
Im Jahre 1967 beschloß die AH-Schaft eine neue Aktivitas ins Leben zu rufen. Dies schlug an der neu gegründeten Ruhr Universität in Bochum allerdings fehl. Daraufhin wurde der Freundschaftsvertrag mit der S! Frankonia-Brunonia erneuert. Als Zeichen dieses Freundschaftsvertrages tragen die Chargen der S! Frankonia-Brunonia das Normannenband.
Geschichte der Stadt Braunschweig
| 861 | vermutliche Gründung der Siedlung "Brunswiek" durch die Herzöge Bruno und Dankward von Sachsen am rechten Okerufer an der Okerfurt der Handelsstraße zwischen Köln und Magdeburg |
| 1031 | erste Erwähnung Braunschweigs im Weiheprotokoll der St. Magnikirche. Die Braunschweiger Burg Dankwarderode war zunächst Besitz des sächsischen Grafengeschlechts der Brunonen, später war sie Residenz der Welfen, zu denen auch Heinrich der Löwe gehörte. |
| 1117 | Die Altstadt bekommt durch den späteren Kaiser Lothar III. das Stadtrecht |
| 1142 - 1195 | Herzog Heinrich der Löwe (1129-1195) von Sachsen hat in BS seine Residenz |
| nach 1166 | Gründung des Weichbildes Hagen ("Handel") |
| 12. Jh. | Erbauung des Doms |
| 1200 | Gründung des Stadtteils Neustadt |
| 1227 | Bestätigung des Stadtrechts |
| ca. 1250 | Hanse |
| nach 1250 | Gründung des Stadtteils Sack (Burgbereich) |
| 13. - 14. Jh. | gemeinsame Ratsverfassung der 5 Weichbilder (Altewiek, Altstadt, Neustadt, Hagen, Sack) |
| nach 1550 | Verhochdeutschung von Brunswiek zu Braunschweig |
| 1731 | Verlegung der Regierung des Landes von Wolfenbüttel nach Braunschweig |
| 1745 | Gründung des Collegium Carolinum |
| 1754 | Herzog Karl I bezieht seine Residenz in Braunschweig |
| 18. Jh. | Erbauung des Schlosses |
| 1772 | Uraufführung von Emilia Galotti (Lessing) |
| 1777 | Karl Friedrich Gauß wird in Braunschweig geboren |
| 1826 | Beethovens "Fidelio" wird in Braunschweig uraufgeführt |
| 1829 | Urauführung von Faust I (Goethe) |
| 1838 | Inbetriebnahme der ersten deutschen Eisenbahn Braunschweig - Wolfenbüttel |
| 1841 | Beitritt zum deutschen Zollverein |
| nach 1871 | Aufschwung als Industriestadt (Gründerzeit) |
| 1938 | Gründung des Braunschweiger VW-Werkes und der Vorwerkssiedlung |
| 1.8.1946 | Erstmaliges Erscheinen der Braunschweiger Zeitung |
| 1966 | Abriß der Schloßruine |
| 1990 | Die Vereinigung versetzt Braunschweig aus der Zonenrandlage zurück ins Herz der Bundesrepublik |
Geschichte der TU Braunschweig
| 1745 | Carl I (1713 - 1780) gründet das "Collegium Carolinum", aus der sich später die TU entwickelt. Die Planung unterlag dem liberalen Theologen Abt Jerusalem. Neben den humanistischen Wissenschaften wurden erstmalig auch technische und wirtschaftliche Wissenschaften gelehrt. Das erste Gebäude befindet sich am Bohlweg, südlich vom Hagenmarkt. |
| 1747 | Abt Jerusalem übernimmt die "besondere Direktion" und ersetzt damit das vorher an der Spitze stehende Kuratorium mehrerer Professoren. Die seinerzeit 66 Studenten lebten im angeschlossenen Internat, 37 Studenten gehörten dem Adel an. |
| 1806 | Preußens Zusammenbruch unter Napoleon. Das Land Braunschweig fällt an das Königreich Westfalen. |
| 1808 | Das Collegium Carolinum wird in eine Militärakademie umgewandelt. |
| 1810 | Die Universität Helmstedt wird aufgehoben. |
| 1814 | Nach den Befreiungskriegen wird die alte Form der Schule wieder hergestellt. |
| 1862 | Umwandlung in eine Polytechnische Schule |
| 1872 | Die Leitung übernimmt ein Direktor, der aus dem Kreis der Ordinarien berufen wird (statt des Direktoriums) |
| 1874 - 1877 | Umzug vom Bohlweg in das neue, für 450 Hörer geplante Gebäude an der Pockelsstraße (heutiger Altbau) mit gleichzeitiger Umbenennung in: Carolo: zu Ehren von Herzog Carl I und Wilhelmina: zu Ehren von Herzog Wilhelm, der hier von 1830 - 1884 regierte |
| 1890 | Rektoratsverfassung |
| 1932 | 800 Studenten, 41 ordentliche Professoren, 59 weitere Dozenten, 35 Institute |
| 15.10.1944 | Die Universitätsgebäude werden während eines Luftangriffes zu 70% zerstört |
| 12.11.1945 | Wiederaufnahme des Lehrbetriebes |
| 1958 - 1960 | Neubau des Auditorium Maximums |
| 1968 | vorläufige Verfassung (bis 1970) und Umbenennung in Technische Universität |
| 1969 - 1971 | Neubau des ersten Abschnitts der Universitätsbibliothek |
| 1978 | Einführung einer Präsidial-Verfassung und Neugliederung der Hochschule (basierend auf dem Niedersächsischen Hochschulgesetz NHG) |
| 1989 | 200. Todestag Abt Jerusalems |
| 1990 | TU wählt als erste Technische Universität eine Frau zur Vizepräsidentin |
| 1994 - 1997 | Neubau des zweiten Abschnitts der Universitätsbibliothek |
| 1995 | 250 Jahr Feier, ein ICE wird auf den Namen Carolo-Wilhelmina getauft, die Deutsche Post gibt zum Jubiläum eine Sondermarke heraus |